Die folgenden Arbeiten aus dem Zyklus „Entwicklung“ sind sehr langsam entstanden. Nach dem Aufnähen der zum Teil handgeschmiedeten Nägel mit Leinengarn lag der noch weiße Stoff monatelang in großen Wannen im Wasser, langsam bildete sich Rost, langsam veränderte sich das Material. Es bekam Reife, Tiefe. Immer wieder wurde der Stoff durchgespült, „ent-wickelt“, neu gefaltet, der Rost konnte wachsen, seine Spuren hinterlassen, das Material durchdringen. 

Die Langsamkeit des Entstehens, der Verwandlung bis zum vollendeten Werk sehe ich auch als eine Metapher unseres Lebens, das stets Veränderungen und Anpassungen unterworfen ist, die wir zum Teil steuern können, die aber auch aus den Gegebenheiten und Situationen entstehen.